Die Zeit der Trauer

Balu hat eine große Lücke hinterlassen – die Trauer war groß – für uns und auch für Simba.
In den Alltag zu finden schien uns unmöglich.
Er war überall gegenwärtig. Man nimmt nur eine Leine zum Gassi aus dem Körbchen, man füllt nur einen Napf. Das morgendliche Hallo fehlte ebenso wie der vertraute Duft des Fells.
Unzählige kleine Dinge waren auf einmal anders.
Simba trauerte ebenfalls sehr, auf den Gassirunden näherte er sich plötzlich selbst bekannten Hunden nur sehr zögernd – immer darauf wartend, dass sein großer Balu den Anfang machte. Fast 4 Wochen dauerte es, bis er wieder selbstbewusst wurde. Aber Freude zeigte er kaum, man spürte deutlich den Verlust, den er verkraften musste. Sein bester Freund war nicht mehr da.
Dazu kam, das er wegen Lahmheit keine Dummys mehr jagen dufte, keinem Ball hinterher stürmen, gleichmäßige kräftige Bewegung kann sooooo öde sein. Wer sagt, Hunde könnten nicht depressiv werden?
Langsam, im Dezember, begann er das Prinzen-Dasein zu genießen. Jedoch war an ordentliche Auslastung noch immer nicht zu denken. Wir wussten noch immer nicht, was die Ursache war, nur, dass beide Schultergelenke entzündet waren.
Letztendlich gab unsere Physiotherapeutin den richtigen Hinweis: Bizepssehne, dazu noch ein Gelenkerguss.
Wir entschieden uns dazu, es mit Blutegeln zu probieren (Bine und Blutegel, was macht man nicht Alles, damit es dem Hund besser geht….), dazu Elektrotherapie.
Und siehe da, es wurde besser. Simba lief wieder ohne zu lahmen, liebte wieder das Rennen, jagte wieder Dummys hinterher und hatte wieder Freude am Leben. Aber nicht nur, weil er die Schmerzen endlich los war, sondern weil im Februar etwas Wunderbares geschah: Yuna…..

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